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Eingestellt von: In: Schuljahr 2021/2022 16 Mrz 2022 Kommentare: 0

Der diesjährige Regionalwettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren 2022 fand nun schon zum zweiten Mal, aufgrund der Corona-Pandemie, online statt. Zusätzlich wurde der Wettbewerb mittendrin kurz vom Sturm „Kyrill“ weggeweht, weshalb sowohl ein Wettbewerbstag als auch die Siegerehrung verschoben werden mussten. Doch das hinderte die Schüler*innen unserer Schule nicht daran, beim Wettbewerb richtig abzuräumen. Mit drei ersten Preisen, zwei zweiten, zwei dritten und zahlreichen Sonderpreisen ist die Euphorie groß. Die Erstplatzierten qualifizieren sich außerdem für die Landesrunden von „JuFo“ und können sich nun auf drei online-Tage mit viel Programm freuen.

Folgende Projekte nahmen in diesem Jahr teil:

Jugend forscht (ab 15 Jahre):

Erfassung epiphytischer Moose als Umweltgütezeiger und Berechnung des Luftqualitätsindex

(Eva Herdt und Justus Domning, Q1 – Regionalsieg)

 

Epiphytische Moose können aufgrund ihrer physiologischen Eigenschaften als Bioindikator für Luftverunreinigungen verwendet werden.

Durch Erfassung, Bestimmung und Kartierung der Moose sowie Anwendung der Zeigerwerte nach Ellenberg können Aussagen über die Umweltgüte getroffen

und diskutiert werden. Des Weiteren sind bestimmten Moosarten Empfindlichkeitswerte zugeordnet, durch welche der Luftqualitätsindex berechnet werden kann.

Dieser Luftqualitätsindex kann unter der Berücksichtigung von verschiedenen Umweltfaktoren der Moose kritisch bewertet und mit ihnen in Zusammenhang gestellt werden.

 

Wie der Streit dreier Nachbarn die Welt der Mathematik veränderte

(Sarah Massarwa und Carlina Marquardt, Q1 – Regionalsieg)

 

In unserem Projekt befassen wir uns mit dem 3-Utility-Problem, bei dem das Ziel ist, auf einem Blatt Papier drei Punkte (Utilities) mit drei anderen Punkten (Häusern)

zu verbinden. Zu diesem Problem gibt es einen Beweis, der jedoch nicht differenziert genug ist, um alle möglichen Fälle zu beleuchten.

Wir wollen eine Formel finden, die genau diese Lücken ausfüllt.

 

 

Vergleichende Untersuchung epiphytischer Flechtenbestände

(Greta Bongard, Q1 – Regionalsieg, Umweltpreis)

 

Ich möchte mich in meinem vergleichenden Forschungsprojekt den epiphytischen Flechtenbeständen in Greven und Münster widmen. Diese Regionen bieten sich für meine Untersuchung an, da mir für Gebiete in Greven bereits die Ergebnisse der Untersuchungen von Jan Kruse aus dem Jahre 2015 vorliegen, die ich zunächst im Hinblick auf ihre Aktualität überprüfen möchte und sie des weiteren den von mir erhobenen Daten gegenüberstellen möchte. Für meine Kartierungen werde ich auch Flechtenbewuchs in Naturschutzgebieten untersuchen können, da der NaBu Münster meine Arbeit unterstützt

 

 

Zusammenhänge zwischen Interferenzmustern und Konzentration von Lösungen

(Ylvie Müller, Q1 – Sonderpreis der FH Steinfurt)

In meinem Projekt untersuche ich den Zusammenhang zwischen Interferenzmustern und den Konzentrationen von Lösungen. Interferenzmuster entstehen indem Wellenberge und -Täler von zwei Lichtstrahlen aufeinandertreffen und sich somit aufaddieren oder gegenseitig auslöschen. Durch eine Veränderung in einen der beiden Lichtstrahlen ändert sich das Interferenzmuster. Mit einem Interferometer können kleinste Veränderungen in dem Lichtstrahl gemessen werden. Durch diese leichten Abweichungen können somit auch Veränderungen in der Konzentration von Lösungen festgestellt werden.

Einfluss von Kupfer auf Pflanzen

(Jiska-Maria Thelen, Q1)

In meinem Projekt geht es darum, welche Auswirkungen verschiedene Kupferkonzentrationen auf Pflanzen haben. Auf dieses Projekt bin ich aufgrund eines Versuches im Chemiebuch der siebten Klasse gekommen. Bei dem Versuch wurden Blumen einmal in Leitungswasser und einmal in Wasser mit einer Kupfermünze gestellt. Dabei fiel auf, dass die Blumen im Wasser mit der Kupfermünze länger gehalten haben als die ohne. In meinem Projekt habe ich Blumen in kupferhaltiges und kupferfreies Wasser gestellt und Weizen in Erde gepflanzt. Den Weizen habe ich mit Wasser gegossen, welches unterschiedliche Kupferkonzentrationen besitzt. Bei den Blumen habe ich geschaut, ob auch eine Kupfermünze im Wasser Einfluss auf die Blumen hat.

Schüler experimentieren (bis 14 Jahre)

Beton mit unterschiedlichen Sandarten

(Leana Maria Pfingstl und Leander Deleré, Jahrgang 8 – 2. Platz)

Beton besteht aus Wasser, Zement und speziellem Sand. Dieser spezielle Sand erfordert Sandkörner einer bestimmten Größe und Form, damit der Beton später bruchfest ist. Von diesem Sand gibt es auf der Welt immer weniger. Außerdem ist der Transport teuer, aufwendig und nicht zuletzt klimaschädlich. Viele Forscher versuchen daher, einen Sand zu finden, der näher am Verarbeitungsort ist, also möglichst nicht aus entlegenen Orten im Ausland hergeschafft werden muss. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir die Eigenschaften von Beton mit unterschiedlichen Sandarten.

Sind alle Haare gleich? Untersuchung von Reißfestigkeit von unterschiedlichen Haaren

(Jakob Ehmke, Jahrgang 7 – 2. Platz)

Ein Streicherbogen wird traditionell mit den Schweifhaaren einer bestimmten Pferderasse bespannt. Warum ist das so? Ich untersuche Haare verschiedenen Ursprungs (Pferd, Mensch, Hund) auf Dehnbarkeit, Reißfestigkeit und Stabilität, um diese Frage zu beantworten.

 

Die Natur (ver-) trägt keine Masken

(Anton Gellenbeck und Tim Luca Menzel, Jahrgang 8 – 3. Platz)“

Leider sieht man seit mehr als einem Jahr häufig OP- und FFP2- Masken, die „einfach so“ in die Gegend geworfen wurden. Wir haben uns deshalb gefragt, ob diese Masken Auswirkungen auf die Umwelt haben.

 

Pyramiden aus Salz

Jakob Marquardt und Jan Ole Ahrens, Jahrgang 8 – 3. Platz)

Wenn man sich verschiedene Arten von Salzkristallen anschaut, kann man die unterschiedlichsten Formen entdecken. Abgesehen von der typischen Würfelform kann man noch eine besondere Form finden: „Die Salzpyramiden.“ Doch wo kann man diese Kristalle finden und wie entstehen sie?